Als ich am 6.3.10 um 4 Uhr morgens wachgerüttelt wurde, war mein erster Gedanke ein leidendes "Warum mache ich das eigentlich???" Allerdings verflog dieser Gedanke dann mit Voranschreiten des Tages und als wir in unserem Hotelzimmer in Wien saßen, freute ich mich auf den Abend. Sicherlich immer noch müde und erstrecht verschnupft, aber trotzdem gut gelaunt. Wir gingen dann hinüber ins Raimi (konsequent die IWNNINY-Deko ignorierend, wobei mir der als Leuchtturm "verkleidete" Abzugs-Turm da auf dem Dach und auch die "Promenadendeck"-Beschriftung im Theater über dem Eingang zum Saal doch ins Auge sprang) um nach eventuellen Restkarten für Tanz der Vampire am Nachmittag zu fragen. Und siehe da, das Glück war auf unserer Seite. Es waren genau zwei zusammenhängende Plätze zu haben und so schlugen wir natürlich zu. Reihe 9, Mittelblock, links am Gang. Tolle Plätze!
Zwei Reihen vor uns saß Barbara Wussow und auf der Bühne stand bis auf Aleksander Di Capri als Krolock die Erstbesetzung. Ich war gespannt auf ihn, weil die Meinungen da ja sehr auseinander gehen. Die einen lieben ihn, die anderen meiden seine Shows. Ich kannte ihn von der Galanacht-Tour mit Uwe 2008 und fand ihn damals weniger toll. Allerdings hat er mich wirklich überzeugen können, er hat eine sehr kräftige Stimme und vor allem seine Schlusstöne haben mich begeistert! Robert hat mir allerdings noch einen Tick besser gefallen, als Krolock. Sensationell fand ich, wie beim letzten Mal, Marjan! Sie spielt toll und ich mag ihre Stimme unheimlich gern. So weich und mädchenhaft zu Beginn und dann trotzdem so stark und laut, wie z.B. im Duett mit Aleksander. Lukas fand ich auch wieder gut und Gernot habe ich dieses Mal um einiges lustiger gefunden und auch akustisch besser verstanden. Die Plätze waren 1A, tolle Sicht und toller Ton. Ich war ja nie ein großer TdV-Fan, aber nach dieser Show war ich wirklich begeistert! War richtig toll!
Hinterher fuhren wir zurück ins Hotel um uns für den Abend herauszuputzen und Sportschau zu gucken (da 96 ja gewonnen hatte, hehe). Dann fuhren wir zusammen mit einer Freundin zum Queen Club und suchten uns dort einen Tisch mit U-förmiger Bank neben der "Bühne". Kurz darauf wurde uns erst Sekt gebracht und dann kam Lisa um uns zu begrüßen und plauderte auch schon eine Weile mit uns.
Kurz darauf kamen auch die anderen Mädels und gesellten sich zu uns und irgendwann begann dann mal Soulstrip.
Alles in allem eine sehr verworrene und surreale Geschichte mit einem Schuss Übersinnlichem und auch streckenweise gar nicht logisch nachzuvollziehen und zu erklären. Lisa starb jedenfalls gleich zweimal und zeigte die etwa 40 Minuten eine bärenstarke schauspielerische Leistung! Was allerdings auch für ihre beiden Kollegen galt, wenn auch Julian und sie den größeren Teil zu tun hatten. Sie unterhielten und stritten sich wie im normalen Leben, zu keiner Zeit wirkten die Dialoge gestellt oder einstudiert. Das war wirklich ganz, ganz stark!
Entsprechend laut war am Ende auch der Applaus, wobei das Publikum auch (fast?) nur aus Freunden, Familie und Bekannten bestand. Nach einer Weile kam Lisa zu uns, setze sich mit an unseren Tisch und so wurde der restliche Abend gemütlich verplaudert, mal ohne sie, dann wieder mit ihr. Alles in allem sehr schön und auch, trotz vorheriger Zweifel wegen des Ambientes, gemütlich.
Da wir ja nun schon fast einen Tag auf den Beinen gewesen waren, gingen wir etwas früher, als der Rest unserer Gruppe, wurden von "der Dame des Abends" verabschiedet und freuen uns nun auf die Pfingstgala (wo Lisa dann auch endlich wieder singt...)!