Nachdem die Helene Fischer Show 2012 irgendwie immer näher gerückt war, ohne dass wir noch Karten dafür gekauft hatten, waren wir spätestens bei der Ausstrahlung damals dann sicher, dass uns dies nicht nochmal passieren würde. Und so wurden Karten für die Show in diesem Jahr dann auch gleich beim Vorverkaufsstart geordert. Was nicht so schlecht war, waren doch nach nur einer Woche beide Shows komplett ausverkauft!
Am 10.12. ging es also mit Mama und Schatz nach Berlin, voller Vorfreude auf das, was da kommen sollte. Unsere Karten für diesen Abend waren in Reihe 2, auf der linken Seite und somit mitten im Geschehen. Auch, wenn die Versanstalter eine Woche vorher noch zwei weitere Reihen vor die vorhandenen gebaut hatten und somit alles weiter nach hinten rückte. Eine absolute Frechheit und Geldschneiderei, aber ich werd mich mal nicht weiter drüber aufregen, sondern lieber von der Show an sich berichten!
Am ersten Abend startete diese um eine gute halbe Stunde verspätet, aber im wahrsten Sinne des Wortes mit einem "Feuerwerk"! Gemeinsam mit ihren Tänzern aus LA und viel Pyro lieferte Helene also gleich eine tolle Eröffnungsnummer für einen fulminanten Abend. Dieser war sogar noch Musical-lastiger, als man es ohnehin schon von ihr gewohnt ist! Zu Gast war z.B. das Tarzan-Ensemble, für uns besonders toll, da wir die Show ja im September erst wieder gesehen hatten. Gemeinsam mit Gian Marco sang Helene also "Zwei Welten", "Fremde wie ich" und schließlich "Dir gehört mein Herz".
Mit den Tenören von Il Divo, die allein ein "Tonight" aus der West Side Story gaben, sang Helene "Can you feel the Love tonight?" und dann "Memory" und während eines "Flashdance-Fame-A Chorus Line-Dirty Dancing"-Blocks zeigte sie nicht nur stimmlich, sondern vor allem auch tänzerisch, was in ihr steckt!
Ein weiteres Ensemble war das von "Gefährten", was ja gerade im TdW läuft. Im Schnelldurchlauf wurde die Geschichte präsentiert und Helene untermalte alles mit einem Song. Ich finde es absolut beeindruckend, wie toll und echt die Pferde-Figuren wirken. Überlege, mir die Show mal anzusehen!
Auch das Ensemble von "Ice Age live" war vor Ort und es war total niedlich, wie Helene mit Manni, Sid, Scrat und Diego agierte, als stünden wirklich die Charaktäre vor ihr! Dieser Teil war total lustig, vor allem, weil Helene von einem großen "Vogel" gekidnapt und dann fast gegrillt wurde...
Da Sid nun also vor Ort war und mit ihm seine deutsche Stimme Otto Waalkes, bestritt dieser dann auch gleich den nächsten Block mit Helene. Sie sangen ein "Hexen-Medley", bestehend aus bekannten Melodien wie "Im Planwagen vor mir fährt ein junges Mädchen" oder "Somebody that I used to know". Für uns war dies der mit Sicherheit lustigste Teil! Klar waren die Texte einstudiert, Helene und Otto präsentierten sie allerdings, als würden sie gerade stand up-mäßig entstehen! Vor allem er war dazu auch noch richtig spontant und änderte hier und da Texte und Ansagen. Witzig war, dass Helene genau wie er eine Otto-Mützen mit Flügeln an den Seiten trug. Ich muss schon sagen, Cap steht ihr ganz offensichtlich auch! Mein persönliches Highlight war dann, dass sie am Ende des Blocks ihre Mütze ins Publikum warf und sie uns genau vor die Füße flog! Jetzt hab ich also ein Souvenir der ganz besonderen Art im Regal liegen...
Auch Helenes anderen Gäste konnten sich durchaus sehen lassen! Während Max Raabe ("Küssen kann man nicht alleine" und "Für Frauen ist das kein Problem" mit Helene), Peter Kraus ("Ich will immer wieder dieses Fieber spür'n" und "Wär heut mein letzter Tag" mit Helene im 50er Jahre-Stil), Howard Carpendale (Medley bekannter Hits mit Helene) und Beatrice Egli ("Die Hölle morgen früh" in swing-Version mit Helene) z.B. nicht wirklich meinen Geschmack trafen, war das Duett mit der kleinen Chelsea Fontenel wirklich beeindruckend! Ich bin ja wahrlich kein Kinder-Fan, aber die Kleine war nicht nur souverän im Interview mit Helene, sie sang gemeinsam mit ihr auch ein wahnsinnig tolles "I will always love you". Und das, so wie ich es mitbekommen habe, live! Auch das Duett mit Leona Lewis war einfach nur genial! Die beiden sangen "Run" und Helene zeigte wieder einmal, dass sie sich auch vor internationalen Größen kein bisschen verstecken muss. Das gleiche gilt auch für ihre Acoustic-Version von "It's my Life" mit Sunrise Anvenue!
Leona Lewis mit ihrem Solo:
Sunrise Avenue solo:
Vielseitig wie sie ist, präsentierte Helene auch diesmal viele neue Ideen. So tanzte sie beispielsweise während "Der Augenblick" mit durch Ventilatoren umherfliegenden Tüchern und zeigte in einer durchsichtigen Kugel mal wieder waghalsige Akrobatik. Was meiner Meinung nach vor allem zum gewählten Zeitpunkt an Wahnsinn grenzte! Es war nämlich schon ziemlich spät und Helene nicht mehr so wirklich konzentiert. Dann eine solch waghalsige Nummer zu zeigen... naja. Trotzdem bewundernswert, was sie da gemacht hat. Allein mit den Füßen an einer Kugel zu hängen und sich dann wieder an den eigenen Beinen hochzuziehen... das tut mir ja schon beim Zugucken weh! Während Helene in der Luft zu Gange war, spielte unter ihr Lindsey Stirling auf der Geige. Sie ging etwas unter, da wohl so gut wie alle Blicke auf die Kugel gerichtet waren.
Toll war auch die Präsentation von Michael Jacksons "Thriller"! Die Tänzer waren am Boden beschäftigt, während Helene und zwei Frauen von den "Swinging Poles" auf langen Stäben in der Luft "saßen" und dort eine ganz eigene Action zeigten. Die Stäbe waren nämlich biegsam und so konnte nach einigem hin- und herschwingen schon fast der Boden berührt werden. Auch das muss mörderisch anstrengend sein, da die Halterung lediglich aus Gurten um die Oberschenkel bestand!
Aus ihrem Album "Farbenspiel" präsentierte Helene wie bereits angesprochen "Feuerwerk" und "Der Augenblick", außerdem noch "Fehlerfrei", "Atemlos durch die Nacht", "In diesen Nächten" (mit tollen "Hand-Puppen") und "So kann das Leben sein" und gemeinsam mit dem "The Red Army Choir & Vincent Niclo" gab es von ihr ein "Skyfall".
Nachdem die Aufzeichnung am ersten Abend nach gut 5 Stunden Aufzeichnung gegen 1 Uhr zu Ende war, gingen wir in unser Hotel direkt neben dem Velodrom. Nur, um dort in der Lobby auf die Tänzer zu treffen. Wir unterhielten uns noch kurz mir ihnen und spätestens jetzt ist auch klar, was Helene mit "Die sind alle so zuckersüß!" meint! Vor allem auf Chance Benson trifft diese Beschreibung zu, er umarmte uns erstmal und stellte sich ganz brav vor. Aber wie gesagt, auch die anderen waren sehr nett und schwärmten erstmal von der tollen Show und ihrer Zusammenarbeit mit Helene. Fazit: "She is amazing, isn't she??" Nach einem gemeinsamen Foto und vielen gute Nacht-Wünschen ging es dann schließlich ins Bett, wo wir gegen 3 schließlich schliefen. Dass auch Helene selbst in unserem Hotel gewohnt hat, haben wir dann erst zwei Tage später erfahren...
Am zweiten Abend begann die Show pünktlicher und direkt in der Mitte. Nachdem Helene die Trailer für Deutschland, Österreich und die Schweiz aufgenommen hatte, startete direkt der Tarzan-Block. Diesmal war das komplette Ensemble vor Ort, und auch der kleine Tarzan ließ sich sehen.
Im Publikum fanden sich diesmal Helenes Eltern in Begleitung von Jean Frankfurter. Nicht dabei war diesmal Leona Lewis, neu aber das "Blumen Ensemble" von Momix Botanica sowie die Fernsehköche Kolja Kleeberg, Nelson Müller und Alfons Schuhbeck. Welche aber nicht den Kochlöffel schwangen, sondern mit Helene sangen!
Insgesamt war der Ablauf diesmal viel flüssiger, der am Vorabend zwar recht gute, dann aber irgendwann doch auch nervige Anheizer hielt sich etwas mehr zurück und Helene selbst wirkte um einiges gelöster und war extrem viel am Herumblödeln und Lachen. Witzig war am Vorabend eigentlich nur gewesen, wie sie Otto scherzhaft fragte, was er da denn mitbringe, als dessen Gitarre nicht funktionierte, und wie sie sich beschwerte, runter zu wollen, als sie nach der Stangen-Nummer erst einmal nach oben geliftet wurde.
Am zweiten Abend aber sprühte sie richtig vor Energie und Witz, alberte herum und hatte offensichtlich richtig viel Spaß! Ein kleiner Einblick ist hier zu bestaunen:
Das "So kann das Leben sein"-Finale war diesmal noch begleitet von goldenem Flitter-Zeugs, das gefühlt tonnenweise zu Boden fiel und den Boden richtig rutschig machte.
Nach einer diesmal fast 6-stündigen Aufzeichnung machten wir uns totmüde aber dennoch bestens gelaunt auf ins Hotel. Dort trafen wir erneut ein paar der Tänzer, welche uns wieder sehr lieb eine gute Nacht und schöne Träume wünschten.
Mein Fazit nach gut 11 Stunden Helene ist, dass die Frau einfach unglaublich ist. Helene live, was viel besseres gibt es einfach nicht für mich! Und da ist es auch egal, ob es sich um ein Konzert handelt, oder eben um eine Aufzeichnung. Ich freue mich jetzt sehr auf den 25.12. und bin gespannt, wie viel des gedrehten Materials denn überhaupt ausgestrahlt werden wird. Immerhin ist die Show nur 3 Stunden lang, gedreht wurde aber wohl fast das doppelte...