Die liebe Helene zu treffen ist heutzutage ja quasi zu einer "Mission Impossible" geworden. Ihr Stern steigt und steigt und somit nehmen eben zwangsläufig auch die Fanmassen immer weiter zu. Wer die Arena auf Schalke ausverkauft und die Waldbühne gleich doppelt, wer innerhalb von einer Woche 120.000 CDs verkauft und mit dem Titellied der Biene Maja in die deutschen Charts einsteigt... der ist eben ein Star!
Dass es trotz allem immer noch möglich ist, durfte ich nun bei der Premiere von Helenes Dokumentations-Film "Allein im Licht" erfahren. Durch eine glückliche Fügung konnte ich die Einladung für zwei Personen von jemandem übernehmen, der unfassbarerweise wohl noch nicht dem Fischer-Fieber erlegen ist. Allerdings war ich mir bis zuletzt nicht sicher, ob unsere angegebenen Namen dann am Ende auch wirklich auf der Gästeliste auftauchen, oder uns vielleicht auch einfach gesagt würde, dies sei eine Veranstaltung nur für Mitarbeiter.
Trotzdem fuhren wir am 30. April 2013 mittags nach Berlin um unser Glück einfach zu versuchen. Das Kino war schon entsprechend hergerichtet worden:

Nur eine knappe Stunde später machten wir uns dann in etwas schickerer Garderobe auf zum Ort des Geschehens, mittlerweile mit etwas erhöhtem Puls. Dieser war allerdings gar nicht nötig, denn wir bekamen ohne Umschweife ein pinkes Bändchen ans Handgelenk und durften das Kino betreten. Auch die erste Prominenz war bereits angekommen und von Inka Bause wurden wir gleich ganz nett begrüßt. Die meisten Gäste gingen direkt ins Foyer, wo es ab 19 Uhr einen Empfang mit Häppchen und einem Drink gab, wir blieben aber lieber hinten am Teppich stehen, da auch der Star des Abends nur zwanzig Minuten später eintreffen sollte.
Während das erste Mal der "Alarm" losgegangen war und sich die anwesenden Fotografen auf ein ankommendes Taxi gestürzt hatten, aus diesem dann aber (in meinen Augen) "nur" die DSDS-Kandidatin Beatrice Egli (die ja ganz gern mal Helene singt) stieg, gab es beim zweiten dann keinen Zweifel mehr, dass nun das Phänomen im Anmarsch war. Auch Helenes Eltern, die vorher eine Weile neben uns gewartet hatten, wurden nun unruhig und ihre Mama lief schließlich zum Teppich, um ein paar Fotos fürs Familienalbum zu schießen. Was ich ihr dann gleich tat. Die Gelegenheit war auch mehr als günstig, denn Helene posierte sicher eine halbe Stunde für die ganzen Kameras und gab etliche Interviews.
Die Premiere sollte um 20 Uhr beginnen und durch die unzähligen Fotowünsche der Presse-Leute und auch einiger Autogramme, die von Helene an die an der Absperrung wartenden Fans verteilt wurden, war die Zeit nun schon etwas knapp. Ich hatte von Beginn an darauf gehofft, vielleicht ein schönes Bild mit Helene abgreifen zu können, aber dies rückte ob der Eile in immer weitere Ferne. Auch drängten sich von innen plötzlich einige Personen an mir vorbei und als ich dann schließlich irgendwann mal vor Helene stand, hieß es, sie habe jetzt keine Zeit mehr. Anders als es sonst meine Art ist, sagte ich dann aber, dass ich schon eine ganze Weile gewartet habe und ob ich nicht BITTE doch schnell noch ein Bild haben könne. Während einer der Verantwortlichen Helene schon wegziehen wollte, war diese Gott sei Dank auf meiner Seite und bestimmte dann mal eigenmächtig, dass für ein Bild sehr wohl noch Zeit war. Auch wenn sie dies hier wohl niemals lesen wird: Danke Helene!!!
Nachdem ich also mein Foto in der Tasche (bzw. auf der Karte) hatte, machten wir uns dann mal auf in den Kinosaal und bekamen sehr gute Plätze. Direkt vor Helenes Saxophonist Oleg und mit freier Sicht auf sie selbst, die nur zwei Reihen vor und etwas rechts von uns saß.
Dann begann die Doku, auf die ich wie wahrscheinlich tausende andere Fans seit Monate warte. Der Beginn war ganz ähnlich, wie auch die "Für einen Tag"-Tour und auch folgerichtig, wenn man den Titel der Doku berücksichtigt: Helene stand wieder einmal "Allein im Licht".
Da die Doku ja am 9. Mai um 22 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden wird, möchte ich eigentlich gar nicht zu viel verraten, um niemandem die Überraschung zu nehmen.
Ich kann aber sagen, dass dieser Film wirklich alle meine Erwartungen übertroffen hat! Es ist ein sehr unzensierter Einblick in Helenes Leben und es scheint, als hätte sie oft vergessen, dass Kameras sie begleiten. Sie ist so natürlich und wirkt einfach zu 100% echt, das so zu spielen grenzt an Unmöglichkeit.
Es gibt sehr viele lustige Szenen in der Doku, etwa als ihr Manager Uwe Kanthak (den ich sowohl in der Doku als auch live im Kino als sehr freundlich und angenehm empfunden habe!) aus ihrem Hotelzimmer an der Rezeption anruft und mit "Herr Fischer" angeredet wird, worüber er geschockt ist, während Helene es richtig witzig findet. Oder auch ein Telefon-Interview mit einem holländischen Reporter, der wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und von Helene wissen möchte, ob sie denn verheiratet sei und dann, als diese verneint, nach einem Freund fragt, wie dieser denn heißt und was er so tut. Helene bleibt total freundlich, aber als der arme Kerl erstmal aufgelegt hat, spricht der Blick Bände. Wirklich köstlich!
Es gibt auch sehr interessante Einblicke in die Tourvorbereitungen, seien es die Tänzer-Castings, die Vorbereitung des Paradies-Magazins oder auch Tanzproben. Man bekommt mit, was Helene am Tag vor der Premiere tut und wie sie im Hotelzimmer die ganze Goldeneye-Choreo noch einmal durchtanzt, oder auf dem Hoteldach die Begrüßung probt.
Und vor allem ist zu sehen, wie schlecht es Helene zum Ende der Tour geht, als ihre Stimme auf einmal nicht mehr mitspielt. Und wie am Boden zerstört sie ist, weil ihr Publikum ihr so Leid tut. Zum einen das, das nun auf die Konzerte verzichten muss, zum anderen aber auch das in Strassbourg, wo sie ihrer Meinung nach einfach keine gute Leistung abgeliefert und auf einen Teil der Show ganz verzichtet hat (was "unfair" und "einfach beschissen" den Leuten gegenüber sei).
Und auch das Thema Autogrammstunden wird angeschnitten und ich denke wir können davon ausgehen, dass es in absehbarer Zeit keine mehr geben wird. Und zwar einfach aus dem Grund, weil es Helene überfordert und sie dafür nach einem Konzert die Kraft nicht mehr hat und mit jeder einzelnen einfach nur schlapper und ausgelaugter wurde. Schon krass, dass man sich dann erstmal überlegt, wie man das dem Publikum verkauft, statt die Dinge eben genau so beim Namen zu nennen. Spricht nicht unbedingt für einen Teil der Fans, aber gut, das ist ja leider eh bekannt mittlerweile.
Um wieder zu den positiven Seiten zu kommen, es gibt auch wirklich wunderschön-private Bilder. Zum einen ein Telefonat mit Mama Fischer, die sich Sorgen um das schlecht essende Töchterchen macht, zum anderen auch mit Florian hinter den Kulissen. Meiner Meinung nach kann man über diese Beziehung sagen, was man will... für mich ist klar, sie ist echt! Die beiden gehen so vertraut und liebevoll miteinander um, dass ich da absolut nicht an einen Fake glaube!
Jetzt habe ich doch mehr erzählt, als ich eigentlich wollte, aber wie gesagt: Der Film ist klasse! Da ist es schwer, den Mund zu halten!
Nach der Vorführung gab es schließlich noch ein paar Dankesreden an die Beteiligten. Sehr witzig war, dass zu einem Zeitpunkt dann das Team aufgerufen wurde und Helene ganz selbstverständlich mitging und dann strahlend dazwischen stand - bis der Kommentar "Du bist überhaupt nicht Team, Helene!" kam. Und diese fing dann an mit "Ja ich wusste ja nicht, ..."-Rechtfertigungen. Hehe, irgendwie typisch. Sie selbst sagte dann auch noch ein paar Worte über die Tour und die Doku (unter anderem, dass sie, wenn sie sich selbst reden sieht, ständig "Komm doch zum Punkt..." denkt).
Und bald darauf (und nachdem Helene fast noch rückwärts in den Vorhang gefallen war und etwas von "Falle" meinte) war dann die Aftershowparty eröffnet.
Hier standen wir zuerst eine Weile mit Ruth Moschner an einem Tisch (aber nicht in eine Unterhaltung vertieft, sondern jeder für sich) und dann, als der erste Kamera-Hype irgendwann abflaute, ging ich nochmal zu Helene und bedankte mich in Ruhe für das Foto vom roten Teppich. Was sie mit einem "Ach, kein Problem!!" und einem Arm-Streichler beantwortete.
Nach ein paar gewechselten Worten wurde sie dann auch schon wieder von anderer Seite angesprochen und da abzusehen war, dass dies den ganzen Abend so weitergehen würde und sie ja auch Familie und Freunde da hatte, beschlossen wir, uns zum Hotel aufzumachen. Denn den ganzen Abend nur beobachten, was Helene tut... nein, das ist dann auch nicht unbedingt meins.

Es war jedenfalls eine tolle, aufregende Erfahrung, mal bei so einer Premiere dabei zu sein und dass die Hauptdarstellerin auch noch Helene Fischer hieß - perfekter ging es nicht!
Und dann nochmal die Bemerkung am Rande: Diese Frau ist nicht nur extrem hübsch und gut in dem, was sie tut - sie ist auch so unglaublich nett und sympathisch!! Toll!