Ich sag ja gern, dass ich auf ein bestimmtes Ereignis hingefiebert hab. Aber dieses Mal war das Warten noch ein bisschen länger als normal! Irgendwann im letzten Winter hatte ich nämlich Karten für Helenes Sommer-Event in Hannover erstanden - und das in Reihe 1, fast mittig! Mein Glück darüber konnte ich bis zuletzt kaum fassen...
Am 23. Juni 2013 war der Tag nun also da und ich machte mich schon recht früh auf in Richtung Sportpark. Anders als in Kassel war das Gelände gut sichtbar mit etlichen Schildern ausgewiesen, da muss man den Verantwortlichen echt mal ein Lob aussprechen! Ein Lob, das sicherlich nicht für die Planungen der Stadt Hannover gilt. Denn wenn innerhalb von drei Tagen erstmal David Garrett (10.000 Besucher), Peter Maffay (6.500 Besucher) und dann Helene Fischer (11.500 Besucher, ausverkauft) auftreten, sollte man vielleicht nicht unbedingt den gesamten Schützenplatz, den größten und am besten gelegendsten Parkplatz, mit einem Schützenfest vollbauen, das erst am 28.6. startet!! Aber gut, es werden am Ende wohl alle Fans irgendwo einen Stellplatz fürs Auto gefunden haben...
Gut, wie gesagt war ich schon sehr zeitig vor Ort, genoss es, mal wieder zwischen Maschsee, Stadion und Trainingsplätzen herumzustromern, immerhin die Plätze, an denen ich eigentlich meine komplette Teenie-Zeit verbracht habe. Und dann hatte ich sogar noch das Glück, Helenes Team ankommen zu sehen und so ein schönes Foto mit Cale zu machen! Ein sehr, sehr netter Kerl übrigens!
Von Helene selbst war leider nichts zu sehen, sie bekam man dafür etwas später beim Soundcheck zu hören und durch die Büsche in ihrem grauen Pulli mit schwarzer Hose auch zu sehen. "Von hier bis unendlich" und "Te quiero" sang sie komplett, danach auch noch "So wie ich bin". Ich wusste also bereits zu diesem Zeitpunkt, dass ich diesmal das komplette Programm zu sehen bekommen würde!
Kurz bevor der Einlass begann, kamen erstmal noch zwei sintflutartige Regenfälle herunter und kurbelten den Regencape-Verkauf so richtig an. Nachdem dann auch in mühevoller Arbeit der Sitz in der ersten Reihe von Wassermassen befreit war, wurde erstmal Platz genommen und auf den Beginn des Konzerts gewartet. Und auch die Sonne ließ sich dann irgendwann wieder sehen, sodass die Kulisse (samt Stadion im Hintergrund) echt total schön aussah!

Santiano waren auch diesmal natürlich wieder im Vorprogramm zu sehen, der Unterschied zu Kassel (bzw. zur ganzen bisherigen Tour, wenn man verschiedenen Berichten Glauben schenkt) war, dass sie in Hannover echt gefeiert wurden! Die Stimmung war von Beginn an super und es wurde nicht nur bereitwillig mitgemacht, sondern mit sehr viel Spaß. Ich muss auch sagen, ein Fan der Jungs (bzw. "gestandenen Kerlen", O-Ton Helene) werde ich wohl nicht, aber ich fand den Auftritt super! Obwohl sie glaube ich nicht in vollständiger Besetzung auftraten, haben sie diesmal eben echt Stimmung gemacht, die Lieder kamen an... ja. Und besonders nett war ein kurzer Moment mit Sänger Björn. Der stand nämlich irgendwann mal vor mir, guckte mich an, woraufhin ich zur Bühne hoch grinste. Er erwiderte das Grinsen, bei mir wurde es breiter, bei ihm dann auch. Sowas find ich einfach immer besonders! Aber ich sollte ja nicht ahnen, was mich diesbezüglich noch von und mit Helene erwartete... Diese wird mittlerweile übrigens als "unsere gemeinsame Königin" angekündigt!

Einen eigenen Bericht ist an diesem Abend auch der Vorhang wert gewesen! Vor dem Auftritt der Seemänner hing er noch unten und wurde mit Luftballons behängt und im Anschluss hochgezogen:

Und nach dem Auftritt Santianos sollte der Vorhang eigentlich nach unten gelassen werden, damit die Bühne "heimlich" umgebaut werden kann. Nur fiel leider mit einem Mal und begleitet von Warnschreien der Ordner das komplette Teil runter!

Er musste dann also in mühevoller Kleinarbeit noch einmal ganz von vorne montiert werden:

Aber am Ende war alles gut!

Viel zu lang kroch die Zeit dahin und irgendwann war es schon 20:45 Uhr. Helenes Auftritt hätte vor einer Viertelstunde beginnen sollen, aber noch immer war nichts von ihr zu sehen und zu hören. Im Vorfeld hatte es geheißen, dass wegen des Sonntag-Termins um 22 Uhr Ruhe einkehren müsse und genau deswegen begann ich langsam aber sicher, mir Sorgen zu machen. Würden wir das ganze Konzert sehen oder nur eine zwangsläufig gekürzte Fassung?
Der Vorhang fiel dann irgendwann endlich und Helene schwebte mit ihrem Ballonstrauß nach unten. "Hannover, let me entertain you!!" rief sie und das war das Motto des ganzen Abends. Ich komme aus Hannover und liebe diese Stadt, aber selbst wenn ich versuche objektiv zu sein, muss ich sagen, dass hier einfach immer die beste Stimmung ist! Ich hab Helene jetzt 7x live gesehen, davon 4x in Hannover. Und vergleichbar mit dem was hier los ist, ist bisher echt nichts anderes gewesen. Dass Hannover gutes Helene-Pflaster ist, sagen aber übrigens auch andere Fans!
Aber zurück zum Thema, Helene begann also mit ihrem Entertainment-Programm und wir standen sofort alle auf. Ganz anders, als bei meinem ersten Konzert der Tour, diesmal war das Publikum sofort voll da! Und das beflügelte auch merklich Helene, die eh schon am Strahlen war, wie ein Honigkuchenpferd, sich selbst den Abend über aber immer weiter hochschaukelte.
Genial war aber nicht nur ihre und unsere Stimmung, sondern auch mein Platz. Ich hatte einen tollen Blick auf die im Vergleich zur letzten Tour merklich niedrigere Bühne und war sehr nah dran. So dauerte es dann auch nicht lange, bis Helene das erste Mal direkt vor mir stand, mich direkt ansang und mir eines ihrer 1000 Volt-Strahlen schenkte.
Ich muss ja sagen, ich weiß echt nicht, was diese Frau mit mir macht! Ich war schon oft begeistert von Sängern, Bands, Darstellern, etc. Und ich bin auch absolut begeisterungsfähig. Wenn mir jemand wirklich gefällt, dann immer mit Haut und Haaren. Aber so extrem wie bei Helene war es glaube ich vorher noch bei keinem! Im Sinne davon, dass ich nie zuvor bei Konzerten so sehr aus mir herausgegangen bin, so mitgemacht hab und eben einfach voll und ganz alles andere ausblenden konnte (selbst meinen Rücken, der vom langen Stehen noch bei Santiano höllisch wehgetan hatte, jetzt durch all das helenische Adrenalin gar nicht mehr zu spüren war). Und wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich mal für eine Sängerin ein riesen Stoffbanner mit Spruch malen würde, hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt. Sowas war eigentlich nie etwas für mich, genauso wenig wie z.B. stundenlanges Anstehen vor Konzerthallen, um in Reihe 1 zu kommen. Die Fischerin verändert alles... So stand ich dann also während "Phänomen" vor der Bühne, auf der selbiges gerade weiter abging, und schwenkte mein Banner herum, das ich eigentlich erst viel später bei "Te quiero" hatte auspacken wollen. Gut, dass ich es da schon tat, sag ich jetzt mal. Helene bemerkte es nämlich sofort, warf erst einen kurzen Blick drauf, dann einen längeren, um zu lesen, was drauf steht. Darauf kam gleich wieder ein Strahlen, zusammen mit einem "Aah!!" Und nachdem sie das Leid zu Ende gesungen hatte, wandte sie sich sofort noch einmal um, lachte mir erneut zu, zeigte auf das Banner, machte dann eine "Danke"-Geste und warf am Ende noch eine Kusshand. Zu sagen, dass ich in dem Moment im Himmel war, wäre untertrieben...
Was mir neben Helenes blendender Laune (und wohl auch wieder viel besserer Gesundheit) auffiel, waren die kleinen Änderungen in der Choreographie. So kam beispielsweise der durchsichtige Riesenball mit Cale darin nicht zum Einsatz, stattdessen wurde Helene von ihren Tänzern etwas durch die Gegend getragen:

Sie sang dann auch diesmal noch "Von hier bis unendlich", bevor sie schließlich das Publikum begrüßte. Zuerst einmal sprach sie an, dass diese Tour ja bewusst in den schönsten Locations des Landes stattfinden würde und bewunderte bei dieser Gelegenheit ihre tolle Aussicht über das sonnige Gelände bis zum Stadion, grüßte auch die Fans ganz hinten auf der Tribüne und fragte, ob diese sie denn auch noch sehen könnten. Sie bemerkte wieder, dass das Wetter ja toll sei, sie aber auch vor Beginn der Tour noch drauf getrunken hätten, dass alles gut geht. Und jetzt habe sie ja eben auch die letzten Wolken weggesungen, nachdem wir vorher schon zweimal geduscht worden seien. Sie wünschte uns natürlich auch nochmal viel Spaß und freute sich bei der Gelegenheit, dass wir schon alle stehen würden. Denn klar, auch wenn wir die Sitzplätze natürlich teuer bezahlt hätten, wir seien ja hier um Spaß zu haben, alle Hemmungen fallen zu lassen... und das ginge im Stehen immer noch besten!
Es folgte ihre Frage, ob wir uns denn an diesem Abend mit 99% zufrieden geben würden. Der Unterschied zu den meisten (allen?!) anderen Konzerten war allerdings, dass sie nach "Wie viel Prozent wollt Ihr dann?" bereits beim ersten Mal mit der ohrenbetäubenden Lautstärke des "100!!!!!" zufrieden war und ohne weitere Nachfrage mit dem Song durchstartete.
Hach, es war einfach klasse! "Hundert Prozent", "Von Null auf Sehnsucht", "Einmal berührt, für immer verführt"... alles wurde lautstark mitgesungen und bejubelt!
Dann folgte Helenes nächste Moderation, die sie damit begann, dass wir sie heute irgendwie dauerhaft zum Strahlen bringen würden. Und dem war auch so, sie hatte echt ein Dauerlachen im Gesicht! "Ja, ich weiß auch nicht... schön!! Eine sehr sehr schöne Atmosphäre hier bei Euch! Haaaah..."
Als Einleitung für "Feuer am Horizont" bedankte sie sich wieder für die tollen sieben Jahre ihrer bisherigen Karriere, meinte aber auch, das würde irgendwie komisch klingen. Man würde sich doch eher für 30 Jahre oder so bedanken, als für sieben! Witzig wurde es, als vor der Bühne ein Ordner von links nach rechts ging. Helene stockte im Satz... "aber für mich fühlt es sich manchmal wirklich an als ich... dass ich... ehm... Guten Tag!" Der Herr merkte jetzt erst, dass er gerade im Fokus von 11.500 + 1 Augenpaaren stand und verschwand schnell wieder, Helene grinste hinterher und fuhr dann in ihrer Rede fort. Herrlich, genau diese Spontanaktionen liebe ich so an ihren Shows!

Sie sang dann also das bereits angesprochene Lied und danach noch "Wolkenträumer", bevor wieder dieser zum Hinschmeißen witzige Gospel-Sketch anfing. Ich find ihn herrlich, nach wie vor! Und auch der Schlager-Block danach macht einfach gute Laune! Nur musste ich jetzt irgendwie verbergen, dass ich von den Klassikern jeweils meist nur den Refrain kann. Ist nicht so angenehm, wenn man über die Worte stolpert und dabei von Helene angeguckt wird... da ist ihr Blickkontakt dann mal ausnahmsweise nicht nur toll, haha. Aber an sich... ich muss das echt nochmal betonen, weil ich es immer wieder so schön finde! Helene guckt sich ganz genau die Reihen an, sucht nach bekannten Gesichtern und eben wie gesagt nach Blickkontakt. Und sobald dieser hergestellt ist, kommt dieses unverwechselbare Strahlen (ich glaub das ist das am meisten gebrauchte Wort dieses Berichts!). So intensiv habe ich das bei keinem anderen Künstler bisher erlebt. Helene stellt einfach eine besondere, wirklich enge und direkte Verbindung zu ihrem Publikum her. Und das ist, denke ich, auch einer der Schlüssel für die einmalige Stimmung während ihrer Shows!
So, nun also wie gesagt der Schlager-Block! "Ein Bett im Kornfeld", "Er gehört zu mir", "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?", "Griechischer Wein", "Biene Maja", "Über den Wolken" und natürlich "Volare" (ich war ganz stolz, dass ich den Ton über volle 19 Sekunden halten konnte!) in bester sommerlicher Stimmung.
Auf "Volare ooohoooo" folgten erstmal "Helene ooohoooo"-Sprechchöre, die sie mit "Danke schön!! Ich bleib Euch auch nochn bisschen heute, ne?" kommentierte.
Und dann folgte "Te quiero", das Lied, für das mein Banner ja eigentlich bestimmt war. Kam es also nochmal zum Einsatz und wurde auch nochmal von Helene begrinst.
Als sie das Lied ansagte, kam zuerst wieder die Flirt-Aufforderung. Mit ihr, mit dem Partner, mit dem Nachbarn oder einfach mit allen, die fremd sind. Und wir alle seien jetzt - "angezogen oder nicht" - am Strand!
Leider sagte sie dann nach dem Lied, dass sie hoffe, hier den Sommerhit 2014 zu haben. Hm. Man könnte sich jetzt schon fragen, was sie davon abhält, den Song jetzt zu veröffentlichen...
Auch auf ihr im Herbst erscheinendes neues Album wies sie wieder hin, diesmal aber mit einer neuen Info dazu! Sie habe die Hälfte schon fertig im Studio eingesungen, die zweite fehle noch. Und sie könne gerade platzen vor Energie, weil es alles so einen Spaß mache und sie einfach so gerne singen würde!
Mit "Weit übers Meer" folgte die wunderschöne Ballade, die sie im Duett mit Santiano sang. Die feierte sie am Ende gleich noch als momentan erfolgreichste Band des Landes (womit sie Recht hat, wenn man mal auf die Charts-Platzierungen schaut) und betonte, dass sie sie sehr schnell gerne bei ihrer Tour dabei haben wollte.
"Kernige Typen, Typen aus Stahl" seien sie, die bestimmt um ihre Wirkung auf die Frauen wüssten. Dies war gleich mal die Anmoderation für den "König der Herzen". Wie immer ging dieser in "Ewig ist manchmal zu lang" über, aber nicht immer brüllt Helene da auf einmal "Ewig ist manchmal zu lang.. ZU LANG!!" und tanzt so wild, dass ihr ihr Sommerkleid dabei nach oben fliegt. Aber nicht, dass sie sowas schocken könnte, nee. Im Gegenteil, sie riss in einer ihrer übermütigen und in letzter Zeit irgendwie öfter auftretenden "Das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht"-Aktionen das Kleid ganz hoch und zeigte erstmal 11.500 Hannoveranern ihre blaue Unterhose. Erst im Abgang wurde ihr ihr eigenes Handeln dann wohl bewusst und kurz bevor sie hinter der Bühne verschwand, sah man noch, wie sie eine Hand an den Kopf legte...

Nun war also der West Side Story-Block an der Reihe, der wieder von einer tollen Tanznummer der Jungs und dem "America"-Gesang von Meri und Natalie eingeleitet wurde.
Und Helene selbst schmetterte dann ein umwerfendes "Somewhere". Dieses Lied war für mich an einem Abend voller Highlights die glaube ich beeindruckendste und am besten gesungene Nummer. Perfekt, umwerfend, Hammer!
Etwas an Reiz verloren hat hingegen ihr Outfit. Denn wie auch schon an den Tagen davor stockte nun niemandem mehr der Atem, als sie sich in ihrem Smoking bei "Nur wer den Wahnsinn liebt" das erste Mal umdrehte. Es gibt auch einfach nichts mehr zu sehen, die transparente Rückseite geht nun in eine Hose über und hat somit nichts Besonderes mehr an sich. Ich find das schade. Nicht, weil ich so gerne Helenes Hintern bewundert habe, sondern einfach, weil es für mich eine echt mutige Geschichte war und eben auch jeden Abend wieder eine echte Überraschung. Keine Ahnung, ob ihr das zu kalt war oder ob sie schlicht der Mut verlassen hat... hm...
Nach dem Lied folgte wieder eine kleine Moderation, angefangen mit "Waaaahnsinn, Hannover...". Sie meinte, die Stimmung würde immer besser werden in der Dämmerung. Wobei sie sagen müsse, heute würde es irgendwie lange dauern, bis es dunkel wird (das war mir und anderen übrigens auch schon aufgefallen). Helene erzählte uns schließlich, es würde ja drei Arten von Tagen geben. Einmal die, die einfach so ereignislos dahinplätschern und bei denen man am Ende sagen würde, morgen sei auch noch ein Tag. Dann die wahnsinnig stressigen, von denen sie sehr viele erleben würde und bei denen man froh sei, wenn sie rum sind. Und dann gäbe es Tage wie diese... und so einer sei heute! Sie würde jetzt mal das Bild von uns aufsaugen, "und ich hoffe von ganzem Herzen, dass ihr genauso viel Spaß habt wie ihr! Äh.." Und es folgte ein Lachanfall auf offener Bühne. Total süß, sie bekam sich gar nicht wieder ein, sondern kicherte erstmal nur noch herum. Auch ihre Band war keine Hilfe, denn die fanden den Versprecher auch mehr als witzig.
"Habt ihr auch so viel Spaß wie ihr?" fragte Helene nochmal, fügte ein "Juhuuu" hinzu und kicherte weiter. Dann meinte sie etwas gefasster, sie habe da den perfekten Song für uns... kam aber nicht weiter, weil der nächste Lachanfall sie überwältigte! Doch irgendwann mal gab sie dann doch die Anweisung wir sollten aufstehen, ausflippen, diesen Tag heute feiern. Und wenn sie das sagt, dann machen wir das doch!
"An Tagen wie diesen" wurde also auch in Hannover zur absoluten Hymne. Vor allem als Helene dann irgendwann mit einem "Hannover, sing iiiiiiit!!" ihr Mikro in die Menge hielt. Es war unglaublich laut!
Direkt danach wurde die Stimmung weiter auf die Spitze getrieben, als sie mit uns das Fieber spüren wollte. Und bei dem langsameren Teil gen Ende rief sie, wir sollten wieder alle die Hände heben und freute sich dann: "Das sieht wunderschön aus!!! Wuuuuh!!!"
Mit "Und morgen früh küss ich Dich wach" wurde dieser absolute Stimmungs-Block dann abgeschlossen (mit einigem Gespringe von Helene, die bricht sich nochmal nen Fuß in ihren Schuhen!) und ich sollte nun endlich den Teil zu sehen bekommen, den ich live noch nicht kannte! Die Band spielte die Melodie von "Allein im Licht", während auf der Leinwand im Hintergrund Szenen aus der Doku gezeigt wurden. Das sollte natürlich davon ablenken, dass Helene gerade möglichst unbemerkt mitten durchs Publikum lief, um die kleine Bühne ganz hinten zu erreichen. Da stand sie dann irgendwann wie aus dem Nichts und wurde nur von Christoph am Klavier begleitet, während sie "In the Arms of the Angel" sang. Wunderschön! Noch schöner war aber mein erstes Mal "So wie ich bin" live! Auch wenn wir von ganz vorne Helene währenddessen nur auf der Leinwand sehen konnten, war es eine ganz tolle Atmosphäre. Vorher betonte sie noch einmal, dass ihr jedes Lied, das sie während so eines Konzerts singen würde, irgendwie aus dem Herzen spräche und dankte noch einmal dafür, dass wir alle ihr das Gefühl gäben, den richtigen Weg zu gehen, sie unterstützen und so sein lassen, wie sie ist.
Das sang sie dann am Ende auch wieder umgewandelt, also "Ihr lasst mich sein, so wie ich bin. Mich zurechtzubiegen hätte keinen Sinn. Ich bin bei euch und atme frei. Ob ich wein ob ich lach und auch wenn ich Fehler mach - ihr gebt mir Kraft und steht mir bei". Das ist immer wieder total emotional, nicht nur für die Fans. Helene bringt sich damit auch selbst wieder und wieder in die Nähe davon, in Tränen auszubrechen. Auch in Hannover standen sie ihr bis zum Anschlag und die Stimme wurden stellenweise ganz wackelig.
Allerdings war diese Rührung bald wieder vergessen, als sie ihren Triumphzug mitten durch die Fans startete. Sie tanzte, klatschte Hände ab und sammelte Blumen en masse ein. Aufgrund ihrer ja nicht ganz so stattlichen Körpergröße (...) bekamen wir dies alles leider nur über die Leinwände mit. Nach einer halben Ewigkeit und nachdem sie quasi jeden Gang innerhalb des Publikums einmal gegangen war, hatte sie schließlich wieder ihre Bühne erreicht.
Dort hätte die Party mit "Die Hölle morgen früh" gleich weitergehen können - hätte es nicht auf einmal aus dem Nichts totalen Ärger mit einem Ordner gegeben hätte, der sich unmöglich aufführte. Er brüllte die Leute auf einmal an, sie sollten sich setzen, schubste die, die in seiner Reichweite waren, auf ihre Stühle und machte einen riesigen Aufstand, bis irgendwann alle in der ersten Reihe mit dickem Fragezeichen über dem Kopf saßen. Helene hatte das mitbekommen, kam zum Bühnenrand und wollte wissen, was da los sei, allerdings hatte das Lied schon begonnen und sie musste dann gleich singen. Prompt versang sie sich in der ersten Strophe und später war (ohne Mikro an den Lippen) noch ein "Was soll der Scheiß?" von ihr zu hören. Nun, das Feuerwerk war der Grund! Verständlich, ok, kann gefährlich werden. Allerdings kommt das ganz zum Schluss, nach einem weiteren Umzug und sage und schreibe 4 weiteren Liedern! Schade, dass so ein übermotivierter Vollidiot, der sich wohl einmal im Leben wichtig fühlen wollte, mit einem Schlag einen ganzen Teil der genialen Stimmung kaputt machen konnte.
Nun saßen wir also, klatschten und sangen immer noch, aber irgendwie fehlte halt jetzt was...
Helene feuerte dann erstmal ihre genialen Tänzer an und brüllte sogar ein "Caaalääääää!!" bei dessen Salto während der Hölle. Danach stellte sie wie immer noch alle Bandmitglieder (Christoph wurde von "Mr Leather-Jacket" seit Kassel zu "Mr Womanizer" umbenannt) und Tänzer ("Jon... -Boy, haha") vor und bedankte sich auch bei den Jungs vor und hinter der Bühne. Diesmal mit einem "Ich gönn es euch von ganzem Herzen: Vier Tage freeeeiiiiiiii!!!".
Schließlich ging sie sich also zum letzten Mal umziehen und währenddessen fing es an, in dicken Tropfen zu regnen. Allerdings war das schnell wieder vorbei und als Helene "The Power of Love" sang, gab es eh wichtigeres, als auf Regen zu achten. Denn sie sang es wieder so umwerfend schön... Auch toll fand ich, dass sie bei "Vergeben, vergessen und wieder vertrau'n" plötzlich diesen einen ganz hohen Ton sang, den ich ewig nicht mehr von ihr gehört habe. Dafür allein hätte ich ihr gern schon die Füße geküsst!
Leider, leider ging dann auch dieser Abend zu Ende. Helene bedankte sich erneut bei einem "phantastischen Publikum", wir sollten bitte alle gut nach Hause kommen oder einfach hier weiterfeiern und auch noch einen schönen Sommer haben.
Mit "Mitten im Paradies", bei dem sie uns ganze 3x allein singen ließ, verabschiedete sie sich schließlich. Zusammen bewunderten wir noch das Feuerwerk, für das Helene dann auch gleich ihre In Ears herausnahm.

Hinterher warteten wir noch mit einer kleinen Gruppe von vielleicht 10, 12 Leuten am Tor zum Parkplatz, wo die Tourbusse und Autos standen. Nach gut 2 Stunden und einigen weiteren Regenschauern fuhr dann ein Auto mit Helene an uns vorbei, dicht gefolgt von einem mit ihrem Manager. Sie hatte weder geguckt, noch gewunken, noch gehalten und das wunderte mich irgendwie schon. Aber ich sagte mir dann auch, dass es schon nach halb 1 in der Nacht sei, sie ein anstrengendes Konzert hinter sich habe und vermutlich nur noch ins Bett wollen würde. Wir fuhren also nach Hause, ohne ihr jetzt irgendwie böse zu sein.
Und am nächsten Morgen las ich dann im Internet, was ich verpasst hatte. Nur wenige Minuten später war Helene nämlich wieder da! Sie sagte, sie habe die Leute da zu spät gesehen, dann aber gleich gewendet. Und deswegen erzähl ich die Geschichte, die ja für mich persönlich ein unfassbares Pech ist, überhaupt! Der Megastar Helene Fischer, eine der erfolgreichsten Sängerinnen der deutschen Musikgeschichte, sieht mitten in der Nacht, nach einer Höchstleistung auf der Bühne vor fast 12.000 Besuchern, eine kleine Fangruppe am Parkplatz stehen, lässt daraufhin ihren Fahrer das Auto wenden und kommt zurück, um diesen noch hallo zu sagen, Autogramme zu geben und Fotos zu machen! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...
Helene ist einfach einmalig, sie ist die beste! Und das nicht nur auf der Bühne!